Eine neue Untersuchung der Boston Consulting Group zeigt, dass fast die Hälfte der Beschäftigten in der DACH-Region in Teams mit hoher kultureller Vielfalt arbeitet. Unterschiedliche Hintergründe fördern Authentizität, Zugehörigkeit und Kreativität – und tragen nach Einschätzung vieler Mitarbeitender spürbar zum Unternehmenserfolg bei.
Quelle: Boston Consulting Group, siehe auch Link ganz unten

Führungskräfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz erkennen den Wert von Diversität zunehmend an. Trotzdem bleibt kulturelle und ethnische Vielfalt oft unterrepräsentiert, obwohl sie entscheidend beeinflusst, wie Teams denken, zusammenarbeiten und Leistung zeigen.
Arbeitsplätze in Deutschland, Österreich und der Schweiz vereinen bereits heute eine grosse Bandbreite kultureller und ethnischer Hintergründe. Knapp ein Viertel der Befragten ordnet sich mehr als einem kulturellen Herkunftskontext zu, fast die Hälfte hat keine Wurzeln in der DACH-Region. Ein Grossteil stammt aus anderen europäischen Ländern. Insgesamt verteilen sich die Befragten auf 16 Regionen weltweit – von Europa über Asien bis Nordafrika.
Diverse Teams bereits weit verbreitet
Von den rund 950 Befragten gaben 46 Prozent an, in sehr vielfältigen Teams zu arbeiten, in denen mindestens die Hälfte der Mitglieder unterschiedliche kulturelle und ethnische Hintergründe hat. 35 Prozent arbeiten in Teams mit einer mittleren Diversität. Insgesamt arbeiten rund 80 Prozent der Beschäftigten in divers zusammengestellten Teams mit einer spürbaren kulturellen und ethnischen Durchmischung. Auf die Frage, ob Diversität und Inklusion in ihrem Unternehmen in den vergangenen drei Jahren an Bedeutung gewonnen haben, gaben 52 Prozent an, sie seien wichtiger oder etwas wichtiger geworden.
Die Studie zeigt zudem, dass gerade Mitarbeitende aus der Mehrheitsgesellschaft Vielfalt häufig als Antrieb für Kreativität, Innovation und bessere Marktkenntnisse sehen. In stark diversen Organisationen bewerten sie den Beitrag von Vielfalt zum Geschäftserfolg sogar höher als internationale Kolleginnen und Kollegen.
Fokus auf aktiver Förderung
BCG nennt drei zentrale Aufgaben für Führungskräfte: Vielfalt im Arbeitsalltag erlebbar machen, Mitarbeitende der Mehrheitsgesellschaft als Unterstützer gewinnen und die Wahrnehmung von Inklusion regelmässig messen. Reine Repräsentationszahlen reichen nicht aus – entscheidend ist, wie Menschen ihr Arbeitsumfeld erleben.
Unternehmen, die kulturelle Vielfalt aktiv fördern, schaffen ein Umfeld, in dem sich alle gesehen und ernst genommen fühlen. So entstehen leistungsfähige Teams und Organisationen, die den Wandel unserer Gesellschaft nicht nur widerspiegeln, sondern mitgestalten.